Warum gibt es keinen Lagersupermarkt, sondern dies Kisten-Verpflegungssystem? Das ist doch alles viel aufwändiger…

Die Einrichtung eines Lagersupermarktes mit einer Belieferung durch den nächstbesten Supermarkt erscheint tatsächlich viel weniger aufwändig.  Es ist uns aber sehr wichtig, die Verpflegung eines Lagers so weit wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll aus der nächsten und nahen Umgebung und basierend auf den saisonal verfügbaren Lebensmitteln aufzubauen und durchzuführen.  Ein wichtiger Aspekt unseres individuellen„CarbonFootprint“ spielt die Ernährung. Gerade im Rahmen von mehrtägigen Zeltlagern bietet sich die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche diese Auswirkungen positiv und intensiv erfahren zu lassen. Durch diese Erfahrung kann eine Sensibilisierung und gegebenenfalls eine individuelleVerhaltensänderung und somit eine ökologische Grundhaltung befördert werden. Dabei geht es nicht um die radikale Abkehr von bisherigen Verhaltensmustern oder die totale Umstellung der eigenen Lebens- und Ernährungsweise, sondern vielmehr um einen bewussten und „kritischen“ Umgang mit dieser.

Warum wurde eine Kochgruppengröße von mindestens 50 Personen festgelegt?

Das Verpflegungskonzept, das auf dem Bundeslager 2014 durchgeführt wird, wurde auch bereits auf dem Bundeslager 2010 genutzt. Aus den Erfahrungen des letzten Bundeslagers soll nun gelernt werden. Auf dem Bundeslager zeigte sich, dass es sehr wichtig ist, ausreichend Mitarbeitende im Verpflegungsbereich zu haben, damit diejenigen, die dort helfen, nicht an ihre Grenzen gehen müssen und auf dem Bundeslager auch eine tolle Zeit haben können. Ein hoher Zeitwaufwand dabei war auch das Anpassen der Mengen an den Appetit und Bedarf der einzelnen Kochgruppen. Größere Kochgruppen verringeren zum Einen den Aufwand des Verpflegungsteams beim Kisten zusammenstellen und zum Anderen können in größeren Kochgruppen die Unterschiede zwischen viel- und wenig-Essern besser schon in der Gruppe selbst ausgeglichen werden. Größere Kochgruppen sollen neben einer entsprechenden Rezeptauswahl auch den Aufwand zum Kochen der Gruppen minimieren.

Uns ist bewusst, dass diese Kochgruppengröße für die Kochgruppen eine Herausforderung sein wird. So müssen sich im Vorfeld des Bundeslagers die unterschiedlichen Sippen/Stämme innerhalb einer Kochgruppe darüber abstimmen, wer welches Kochmaterial mitbringt und wie die Organisation der Kochgruppe laufen soll. Das Material der unterschiedlichen Sippen/Stämme muss zur Abreise wieder auseinandersortiert werden. Wir sind jedoch überzeugt, dass mit den vorhandenen Kochmaterialien, diese Kochgruppengröße realisierbar ist. Letztendlich gibt es neben den oben genannten Vorteilen für den Verpflegungsbereich aber auch Vorteile für die Kochgruppen: ihr habt die Möglichkeit auch in diesem Bereich des Lageralltags neue Stämme, Bräuche und Leute kennenzulernen und so das Bundeslager auch als etwas ganz anderes als ein Stammeslager zu erleben. Wir bitten Euch daher: traut Euch und habt den Mut, diese Herausforderung mit uns einzugehen! Seid kreativ bei der Ausgestaltung und Umsetzung dieser!