Schachen, Münsingen den 15. August. Regen, Sturm und allen widrigen Umständen zum Trotz haben es die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Teillager „Perpetuum Mobile“ geschafft: Sie wollten auf dem Bundeslager die längste Murmelbahn der Welt bauen. Nach dem der Weltrekordversuch zwei Mal wegen des schlechten Wetters verschoben werden musste, gelang er doch noch am späten Freitagnachmittag.

Foto: Andreas Kläger

Foto: Andreas Kläger

Die 5,5 cm große Stahlkugel rollte ohne Unterbrechung die1 900 Meter lange Bahn aus Blechrinnen hinunter. Nach 16 Minuten und 30 Sekunden hatte die Stahlkugel das Ziel am Ende des Hanges am Zeltplatz Schachen erreicht. Das 10-köpfige Team um Jonas Gärtner widmete die letzten Tage komplett dem Mammutprojekt. Sie hatten die Bahn aufgebaut und die Strecke immer wieder neu justiert und optimiert. Zu schnell durfte die Kugel auch nicht rollen, denn dann wurde sie aus der Bahn getragen. Der Jubel des Teams war groß, als die Stahlkugel ohne Unterbrechung ihr Ziel erreichte und damit die Mühen der tagelangen Arbeit belohnt wurden.

 

 

Damit auch alles seine Richtigkeit hat und der Rekord ins Guinness-Buch eingetragen werden kann, müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden. So wurde der komplette Lauf der Stahlmurmel mit drei Kameras gefilmt, der Film muss den Lauf ohne Schnitt zeigen. Dann wird der Lauf notariell auf Korrektheit überprüft und Guinness vorgeschlagen. Nun heißt es: Abwarten. In ein paar Wochen wird geklärt sein, ob Guinness den Weltrekord offiziell anerkennt.